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Gendefekte können unsere Gesundheit beeinflussen, aber sie stellen in vielen Fällen keine absoluten Tatsachen dar, eine Krankheit zu bekommen, sondern lediglich ein erhöhtes Erkrankungsrisiko. Ob die Krankheit ausbricht, hängt von äußeren Einflüssen wie der Umwelt und dem Lebensstil ab. Verträgt eine Person zum Beispiel aufgrund eines Gendefekts keine Laktose, ist diese Person vollkommen gesund, solange sie keine Milch trinkt. Zu Beschwerden kommt es erst, wenn bestimmte Umwelteinflüsse eintreten – in diesem Fall ist das die Laktosezufuhr über die Nahrung.

So ist es auch bei anderen Krankheiten. Ist zum Beispiel ein Eisenaufnahmeregulierungs-Gen defekt, erhöht dies das Eisenspeicherkrankheitsrisiko und ein vorsorgender Lebensstil ist nötig, um der Krankheit vorzubeugen und sie vielleicht ganz zu verhindern.

Gentests zur Gesundheitsvorsorge

Nun ist es mit der neuesten Technologie möglich, bestimmte Gene, die mit Krankheiten verbunden sind, auf Defekte testen zu lassen. Anhand des Analyseergebnisses lässt sich dann ein Vorsorgeprogramm zusammenstellen, das Ihr persönliches Krankheitsrisiko erheblich senkt und Ihnen hilft, gesund zu bleiben.

Ein gesunder Lebensstil ist natürlich generell anzustreben, weil er auch ohne Informationen über die persönlichen Risiken viele genetische Vorbelastungen neutralisieren kann. Dadurch erhalten Sie jedoch zusätzlich Informationen darüber, worauf Sie aufgrund Ihres genetischen Profils besonders achten sollten sowie Vorsorgemaßnahmen, die nicht unter die allgemeinen Richtlinien eines gesunden Lebens fallen.

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